Gedanken zum Volkstrauertag am 16. November 2025

 

von Schülersprecherin Sonja Ilic, ihrem Stellvertreter Pepe Schon und Jessica Jung und Lara Becker von der Arbeitsgemeinschaft „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir, Sonja und Pepe, von der Schülervertretung, stehen zusammen mit Jessica und Lara heute hier stellvertretend für die Schulgemeinschaft der Erbeskopf-Realschuleplus.


Wir stehen hier um der Millionen Opfer der beiden Weltkriege zu gedenkenund um zu zeigen, dass uns die Vergangenheit nicht gleichgültig ist.


Und dies zeigen wir nicht nur an diesem einen Tag.


Jessica aus der Klasse 9a und Lara aus der Klasse 6a, arbeiten mit Frau Eiden aktiv in unserer „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“- AG mit.


Wir setzen uns nicht nur gegen Rassismus, sondern gegen jede Form von Diskriminierung ein.

Wir wollen erreichen, dass alle an unserer Schule willkommen sind, respektvoll und tolerant miteinander umgehen.

Rechtes Gedankengut und Ausgrenzung sollen keine Chance haben.


Deshalb ist es uns wichtig, Zeichen zu setzen – nicht nur in der Schule.


Und deshalb war es für uns selbstverständlich, dass wir an dem Thalfanger Bürgerprojekt mitwirken, bei dem das Gräberfeld der Bombenweihnacht 1944 als Gedenkstätte hergerichtet werden sollte.

Diese Gräber sahen verwahrlost aus…offensichtlich wurde sich dort jahrzehntelang nicht gekümmert.


Was habt ihr über das Gräberfeld erfahren?


Am ersten Weihnachtstag 1944 wurde Etgert völlig überraschend von amerikanischen Flugzeugen bombardiert. Die Dorfmitte stand in Flammen, Gebäude waren komplett zerstört und es gab viele Schwerverletzte und auch Tote.

Ein total unsinniger Angriff – das eigentliche Ziel wäre die Eisenbahnbrücke in Hoxel gewesen.


Acht Menschen sind ums Leben gekommen, darunter waren vier Kinder im Alter von 22 Monaten, 6, 12 und 17 Jahren.


Ein unerträglicher Schmerz für die Familien.


Millionenfach wurden Kinder in der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur und während des Krieges getötet. Darunter fast eine Million jüdische Kinder.


Und es hört nicht auf.

2500 getötete Kinder in der Ukraine, 2000 Kinder schwer verletzt.

30 000 getötete Kinder in Gaza, 20 000 schwer verletzt.

Getötet im Auftrag von Diktatoren und Machtbesessenen.


Unschuldig!



Deshalb hoffen wir, dass wir mit unserem Einsatz an dem Gräberfeld hier auf dem Friedhof den Familien der Opfer zeigen können, dass wir sie nicht vergessen haben.


Und wir denken damit zugleich voller Mitgefühl an die vielen Opfer, an die vielen getöteten und verletzten Kinder aller Kriege.


Am Gräberfeld ist eine Gedenkstätte entstanden.

Mit Herrn Ittenbach und Frau Eiden haben wir Texte geschrieben, die nun auf Infotafeln über alle Kriegsgräber auf diesem Friedhof informieren.

Sogar eine Bank zum Verweilen ist aufgestellt worden.


Wir danken Herrn Thömmes, der das Projekt ins Leben gerufen hat, Herrn Ittenbach und Herrn Stengs für Ihre Unterstützung.